Zwei Wochen Thailand mit dem Rad
- Johannes E. und Regina H.
- 3. März 2020
- 2 Min. Lesezeit
Mit dem Rennrad durch Thailand? Bei den Straßen? Dem Verkehr? Der Hitze und hohen Luftfeuchtigkeit?
Wir können nur sagen: Es geht und das sogar sehr gut.
Unser Hauptstandort war Chiang Mai, 1,5 Flugstunden nördlich von Bangkok. Untergebracht waren wir im Hotel „Vanilla“, welches sich vollständig auf Radfahrer spezialisiert hat und neben einer bewachten Abstellgelegenheit für Fahrräder auch eine Do-It-Yourself Werkstatt mit Waschplatz und sogar einen Radverleih bietet. Der Leihstation bietet 6 Rennräder im sehr guten Zustand der Marke Colnago.

Im Hotel oder über Facebook findet man Vorort Radgruppen jeder Leistungsklasse, denen man sich wunderbar anschließen kann. Wir lernten so innerhalb kürzester Zeit viele Menschen aus verschiedenen Nationen kennen. Sie waren, so wie Radfahrer überall auf der Welt, freundlich, offen und hilfsbereit. In Chiang Mai gibt es zudem einige Radgeschäfte, welche nicht nur einen sehr kompetenten und freundlichen Service bieten, sondern auch bestens ausgestattet sind.




Auch außerhalb der Stadt sind die Bedingungen zum Radfahren dann auch ideal. Die Straßenverhältnisse sind gut und mit denen in Deutschland vergleichbar, die Autofahrer rücksichtsvoll, so zumindest unsere Erfahrung. Die möglichen Strecken umfassen das ganze Spektrum von komplett flach über welliges Gelände bis hin zu den höchsten Pässen Thailands. Nicht wenige Anstiege überwinden mehr als 700hm und der längste Anstieg auf den Doi Inthanon hat mehr als 2.200hm.

Auch, oder vielleicht weil die Bedingungen in und um Chiang Mai so gut sind wollten wir mehr sehen. Mehr von Thailand, mehr von der atemberaubenden Landschaft. Dafür begaben wir uns mit wenig Gepäck (jeder hatte eine Lenkertasche, keine 2Kg) auf den „Mae Hong Son Loop“. Der „Mae Hong Son Loop“ ist für seine anspruchsvolle Strecke mit über 1.800 Kurven durch bergiges Gelände und subtropische Wälder bekannt. Die Straße schlängelt sich in teils steilen und engen Windungen über insgesamt 600 km und 12.000 Höhenmeter durch abwechslungsreiche Berglandschaften und ist für jeden Radfahrer eine Herausforderung.


Die erste Tagesetappe der „Mae Hong Son Loop“ war direkt die schwerste Etappe der gesamten Tour führte über den Doi Inthanon, den höchsten Berg Thailands mit einer Höhe von 2585 Metern.
Unsere Tagesziele waren Mae Chaem, Mae Sariang, Mae Hong Son, Pai, Chiang Mae. Wir entdeckten wunderschöne, vielfältige Landschaften, eine Vielfalt an Pflanzen, Reisfelder, Tiere (auch Elefanten), fuhren durch Dörfer, kleinen Städte, vorbei an zig Tempeln und sahen das einfache Leben der Einwohner. Überall trafen wir auf freundlich, hilfsbereit Menschen welche oft ihre Bewunderung, dass wir mit den Rennrädern unterwegs waren, zum Ausdruck brachten. Die Unterkünfte auf der Tour waren zweckmäßig, sauber und günstig. Gebucht haben wir diese stets am Vorabend über booking.com. Für das Buchen der Unterkünfte und das Planen der Routen war eine thailändische SIM-Karte mit unlimitierten Datenvolumen sehr hilfreich. Das mobile Netz ist in Thailand sehr gut ausgebaut und deckt auch die entlegensten Regionen ab.


Die thailändische Küche ist nicht nur preiswert, sondern auch sehr lecker, vielfältig und für jede Art von Ernährung eine großartige Basis. Die beste Reisezeit ist Oktober bis Februar. Im thailändischen ist die Luftfeuchtigkeit gemäßigt und die Temperaturen sommerlich warm. Wenn ihr mehr zu den einzelnen Etappen oder unserer Tour wissen wollt, sprecht uns an...





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